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[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 5

Was soll ich sagen? Es war Ende November letzten Jahres. Es war kalt. Wir hatten unser optimales Teamplay noch immer nicht gefunden. Darum ging bei einem Group Split unser Warlock Demotius drauf. Aber lest selbst. Am Ende wird mir vielleicht noch mehr zu dieser Session eingefallen sein.

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Nachtrag vom Freitag [28.11.2008]
Geflügelte Worte des Abends:

"Cleave mich mal frei!" (sagt der Paladin zum Fighter...)
"Mage down!" (sagt der Rogue zum Rest der Gruppe...)

Der Friedhof von Winterhaven wäre übrigens auch wieder gesichert. Der "Plot Twist" in diesem Encounter ging ein wenig an mir vorbei, weil ich mich an den entsprechenden NSC nicht mehr so ganz erinnern konnte. War aber glaub eh alles eher "Zaunpfahlmäßig" aufgebaut. Ansonsten waren wir uns in der ganzen Gruppe einig, das die dem Abenteuer beiliegenden Karten in den meisten Fällen für die völlig falschen Encounter gemacht wurden. Wozu brauch ich eine Karte vom Friedhof, der eh fast nur aus einer freien Fläche besteht? Wieso bekomme ich keine Karten von den ganzen Encountern in den Tunnelsystemen? Unser Spielleiter war stellenweise deswegen sichtlich genervt (zurecht!). Die Maps sollen das Spiel doch optisch unterstützen und bestimmte Encounter beschleunigen. Dann aber bitte auch für die Encounter vorhanden sein, bei denen es etwas umständlicher ist sie aufzuzeichnen...

Unabhängig davon war der Abend wieder mal ziemlich cool. Wir sind jetzt mit der ersten Ebene endgültig durch. Haben wahrscheinlich auch die letzte Geheimtür gefunden und so ziemlich jeden Encounter mitgemacht. Das Zusammenspiel der Gruppe klappt immer besser und dank einiger neuer Fähigkeiten aus dem "Martial Powers" Buch haben einige von uns nochmal ihren Charakter umgestellt. Unser Spielleiter ist da zum Glück sehr großzügig was das "umskillen" angeht. Ganz einfach weil wir alle erstmal noch ein Gefühl für unsere Charaktere und das Spielsystem bekommen müssen. Und allein vom Level her macht es in diesem Bereich eh keinen so großen Unterschied.

Was uns noch aufgefallen ist: Die ersten magischen Gegenstände die man so findet sich eigentlich fast alle an den Kämpferklassen orientiert. Bestimmt keine schlechte Idee, da die Kämpfer eh die Eckpfeiler der Gruppe sind. Für die übrigen Klassen sah es aber bisher eher dürftig aus. Ein "+1 Wand" für den Warlock und eine "Bloodcut Hide-Armor" für meinen Ranger. Der Rogue der Gruppe ist schon wieder leer ausgegangen, während der Paladin schon seinen vierten und der Fighter glaub seinen zweiten mag. Gegenstand hat.
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Loot!
Das wars. Meine bedauernswerte Schurkin Arsenique focht noch immer in ihrer Level 1-Ausstattung, während der blinkende Paladin der Truppe bereits drei magische Gegenstände am Mann führte! Warlock und Ranger waren ebenfalls mit einer magischen Waffe bzw. Rüstung ausgestattet und der Fighter des DM war auch versorgt. Die Geldkatze der Gruppe war noch mager wie ein räudiger Straßenstreuner. So ähnlich fühlte sich die Schurkin.

Unser DM versprach am Ende der Session 5, sich für die kommende Runde etwas einfallen zu lassen. Das hob meine Stimmung dann doch sehr und steigerte die Vorfreude auf die letzte Session in 2008.

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[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 4

Hier nun der Eintrag aus dem Archiv, der unter anderem von einer ganz unrühmlichen Session mit meiner Schurkin Arsenique berichtet. An viel kann ich mich nicht erinnern. Es war Winter, wir mußten die Scheiben des Autos freikratzen, bevor wir von der Session nach Hause fuhren. Ach ja, unser Dungeon Master leitete die Spielrunde im T-Shirt. Ich hoffe, es fällt mir noch mehr ein, sonst trägt meine Arsenique beim nächsten Mal D&D4E auch nur noch ein T-Shirt statt ihrer Lederrüstung... und das macht mehr Aua! als Freude.

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Nachtrag vom Freitag [21.11.2008]: Verdammt, D&D 4 fängt an mir richtig Spaß zu machen! Argh - damit hätte ich wirklich niemals gerechnet. Und obwohl das ganze Abenteuer an vielen Stellen ziemlich "cheesy" ist, macht genau das irgendwie den Reiz aus. Die einfachsten Handlungen machen manchmal halt doch irgendwie den meisten Spaß. Natürlich nicht immer - aber genau in dieser Runde passt es einfach in das Gesamtbild. Auch wenn solche Encounter mit "500+ XP" (mit endlos nachrückenden Minions...) quasi zum "Farmen" einladen, was eigentlich für ein Rollenspiel schon wieder zu absurd erscheint.

Weitere geflügelte Worte des Abends (nach zwei combat encountern und während eines längeren ersten non-combat encounter):

"Ich dachte ich bin hier zum Rollenspiel machen und nicht zum dumm Rumlabern!"

Ja ne, iss klar. Auf zum nächsten combat encounter! :-)

An diesem Abend hat übrigens auch unsere Tieflingsdame ins Gras gebissen. Sie erhält damit den Titel (Wälzereintrag^^) "Die Erste", was soviel bedeutet das sie wirklich der erste Charakter in unserer D&D Runde ist, den man in dem Tempel zur Wiederbelebung schleifen musste.

Naja, die erste Ebene des "Keeeep on thä Schädowfällll" haben wir weitgehend durch. Zurück in Winterhaven geht es jetzt erstmal gegen ein paar Untote vor, deren plötzliches Auftauchen ich irgendwie noch nicht so ganz einordnen kann. Mal abwarten, was das noch gibt.

Ach und nicht zu vergessen: Der Sprung von Lvl. 2 auf Lvl. 3 war auch noch drin. ;-)

Wie sind eigentlich eure Erfahrungen und Eindrück vom "Keep..." Abenteuer? Mal unabhängig davon das es natürlich sehr "Klassisch" ist. Spaßig? Oder doch eher öde? In erster Linie würden mich dabei die Meinungen von erfahrenen Rollenspielern interessieren, für die D&D aber trotzdem noch Neuland ist (ja, sowas gibt es...).
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Für diejenigen, die sich fragen, was der vormalige weltenschieber wohl mit "Wälzereintrag" gemeint haben könnte, hier eine kurze Erläuterung: Im MMORPG WARHAMMER ONLINE gibt es für jeden Avatar, also jede Spielfigur, ein Questtagebuch, genannt "Wälzer des Wissens" (im Original "Tome of Knowledge"). Für jeden Erfolg, jede Errungenschaft oder auch nur bestimmte Ereignisse bekommt der Avatar einen Eintrag in den Wälzer. (Im Englischen recht unprätentiös "Tome Unlock" genannt.)

Arseniques Titel "Die Erste" hat mittlerweile Gesellschaft bekommen. Meiner Rechnung nach verzeichnet ihr Wiederbelebungskonto drei Einträge; wenigstens damit ist sie ungeschlagen.

Vielleicht sollte ich mein Rollenspiel noch weiter reduzieren und die naturgegebene Neugier der Schurken-Klasse einfach ignorieren? Meist liegt mein Initiative-Wert an der Spitze, also schleicht Arsenique sich an den Gegner heran, teilt aus und sieht sich plötzlich umringt von gierigem Gezücht. Im Falle unserer Session 4 waren es ein paar Bogenschützen, die mich trotz leichten Schritts hörten und mit ihren Pfeilen spickten.

Trotz des ersten Heldentodes gefiel mir das Konzept D&D4E bereits damals recht gut. Nicht nur als Kulturwissenschaftler muß ich zugeben, daß die Narration dem Ludischen bei D&D4E deutlich unterliegt, dennoch oder gerade deshalb, sehe ich für mich auch in Zukunft einen großen Reiz in diesem Spielsystem. Vielleicht gehe ich an anderer Stelle mal in einen Diskurs zu diesem Thema. (Empfehlenswert sind hierzu u.a. die Publikationen von Espen J. Aarseth (Ludologe) und Henry Jenkins (Narratologe).) Wichtig war mir bisher jedoch der Spielspaß, denn den kann ich sowohl im einen als auch im anderen empfinden. Sprich: so lange ich mit Freunden Spaß am Spiel(en) habe, ist es mir egal, ob es mehr ein Rollenspiel oder ein Brettspiel ist. Es ist mir auch egal, in welcher Edition oder Tradition es steht. Wenn ich damit nicht gegen Moral und Gesetz verstoße, probiere ich es aus und heiße es für mich gut oder schlecht.

Ich weiß jedoch, daß ich heute bei einem Spiel mit, sagen wir, der ersten Auflage von DSA nicht mehr das empfinden werde, was ich empfand, als mein damals bester Freund JD an Ostern 1984 die erste Box DAS SCHWARZE AUGE mitbrachte. Dennoch sehe ich für mich weder einen Grund, DSA1 zu meiden oder es DSA4 vorzuziehen. Daß und ob man Mitspieler für das eine oder andere findet, gibt meist den Ausschlag, allerdings zeigen im allgemeinen die Jahrzehnte meines intensiven Spielens und im speziellen meine aktuellen Spielrunden mit diversen Mitspielern: so viel Spiel und so wenig Zeit.

Einen Ausweg scheinen wir mit der Idee meines weltenschieber-Vorgängers gefunden zu haben. Den "One-Shot Of The Month"! Gerade heute kündigte ST, einer unserer enthusiastischsten Mitspieler, an, im August einen ALIEN-One-Shot leiten zu wollen. Davon an dieser Stelle zur entsprechenden Zeit mehr!

In space no one will hear us scream.
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[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 3

Als ich mich entschloss, diesen Blog weiterzuführen, war für mich klar, dass ich auch einige Posts des Vorgängers übernehme. Vorwiegend wieder veröffentlichen werde ich diejenigen Beiträge, die sich auf Spielrunden beziehen, in denen auch ich aktiv bin.

Ich werde sie im Titel immer mit [Archiv] kennzeichnen. Außerdem werde ich die Posts kürzen, damit sie ausschließlich die Informationen zur jeweiligen Spielrunde enthalten -- denn ich bin sicher, euch interessieren die privatimen Angelegenheiten meines Vorbloggers eher nicht, und ihm selbst ist es auch nicht recht.

Sofern ich die betreffende Session noch im Gedächtnis oder dazu sogar die eine oder andere Aufzeichnung habe, lasse ich kommentierende Anmerkungen ein. Eventuelle Leserkommentare zum damaligen Post werde ich selbstverständlich nicht entfernen.

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Nachtrag vom Sonntag [12.10.2008]: [...] Im Prinzip habe ich nur das Vorgeplänkel vor dem eigentlichen Einstieg in das Keep verpaßt. Also ein paar rollenspielerische Begebenheiten und Befragungen in Winterhaven (super, genau das war mir eigentlich am Herzen liegt^^).

In dem Keep haben wir jetzt die ersten paar Räume erkundet. Den Eingangsbereich, ein paar Goblin-Schlaflager und eine Folterkammer (?!). Wiedermal gab es ein paar "Minions" zu verdreschen, was in diesem Fall aber sogar ganz witzig war. Alle Spieler in der Runde sind eigentlich erfahrene Rollenspieler, spielen aber ihre Charaktere gezielt "unerfahren". So wird zum Beispiel eine Tür auch einfach mal so aufgerissen, jemand wagt sich zu "weit" vor oder man begeht auch sonst den ein oder anderen kleinen Fehler. Ich denke, unser Spielleiter weiß das durchaus zu schätzen. Zumindest ich hatte das Gefühl, daß er bisher gut darauf eingegangen ist.


Alles in allem bekomme ich auch langsam ein Gefühl für den richtigen Einsatz der "Encounter Powers" und der "Daily Powers" (ich spiele eine "Human Female Ranger" Lvl 2). Zwar wirkt das ganze Spiel auf mich noch immer ziemlich "instanziert" bzw. "konstruiert", aber da ich mit WAR [Anm. d. weltenschiebers: WARHAMMER ONLINE] ja gerade eh wieder ein MMORPG spiele, passt das. Natürlich fallen mir aber dadurch die unglaublichen Annäherungen von D&D 4 an heutige MMORPG-Standards noch mehr auf! Andererseits: Ein MMORPG mit der "echten" Geselligkeit eines Gesellschaftsspiels oder Rollenspiels. Ganz ohne Skype oder TS [Anm. d. weltenschiebers: TeamSpeak], ganz ohne Bildschirm, Rechner und Maus. D&D 4 scheint da eine gelungene Brücke zu schlagen. Noch weit weg vom "echten Rollenspiel", aber durchaus ein interessanter "Hybrid", der aber noch Entwicklungspotential hat. Es bleibt abzuwarten, in welche Kerbe die zukünftigen Erweiterungsbücher (auch die der anderen Verlage) wohl schlagen werden.

Ich habe durch die Runde am Sonntag auf jeden Fall wieder deutlich mehr Lust an D&D 4 verspürt als nach der zweiten Sitzung. Diesen Goblinanführer in dieser Koboldhöhle hinter dem Wasserfall zu verhauen war mir einfach zu "computerspielmäßig".
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Soweit das erste Posting aus dem Archiv des vormaligen weltenschiebers. Die Session 3 war für mich meine erste in der D&D4E-Runde. An den Nachmittag und Abend erinnere ich mich noch recht gut, weil wir zunächst ohne unseren "Human Female Ranger Level 2" (Lidda) zu unserem Spielleiter 'Aufs Land' fahren mußten.

-------[Ich kannte den Weg dort hin gar nicht und unser Paladin Ezren war bisher jedes Mal nur hinterher gefahren. Prompt bogen wir falsch ab und kamen mit fast einer Stunde Verspätung an.]-------

Meine Schurkin (Tiefling) namens Arsenique war noch unbespielt. In D&D4E war ich gänzlich unerfahren. Ich hatte in den 1980er Jahre zwar kurz D&D gespielt und in den 1990ern ein paar Monate AD&D, aber meine umfangreichsten Erfahrungen mit dem System (AD&D) lagen doch eher im digitalen Spiel: Die Eye of the Beholder-Reihe hatte mich seinerzeit deutlich beeindruckt, ja geprägt.

Im tiefen Glauben an die Versprechen des bunten Players Handbook und an die vollmundige Verkündung, eine Striker-Klasse gewählt zu haben, stürzte ich mich in den Kampf. Die Enttäuschung kam prompt. Lidda, unsere Rangerin und Demotius unser Warlock machten deutlich mehr Schaden -- und starben nicht gleich in der ersten halben Stunde.

Da war ich anderes von meinem epischen Level 70 Schurken aus World of Warcraft gewohnt. Na gut, auch er fing einmal klein an, seinen ersten Tod erlitt er aber in den frühen 30er Leveln und nicht bereits nach 30 Minuten!

Retrospektiv betrachtet waren für meine Enttäuschung zwei Dinge verantwortlich:
1. Ich hatte eine Erwartungshaltung, die aufgrund von Erfahrungsmangel und überbordender Vorstellungen ziemlich verzerrt war.
2. Unser Teamplay war noch recht bescheiden.

Mittlerweile -- wir sind Level 5 und 6 und spielen H2 Thunderspire Labyrinth) -- konnten wir einige Erfahrungen sammeln und unser Teamplay definitiv verbessern. Wenn ich unsere letzte Session (ich werde davon noch berichten) und meine erste vergleiche, mag es so aussehen, als hätte sich für meine geliebte Arsenique in Bezug auf den schnellen Tod nichts geändert, aber das liegt ausschließlich am sogenannten Aggro-Management, wie die MMOler sagen. (Bedrohungskontrolle gefällt mir als deutschsprachiger Ausdruck dafür aber besser.)

Arsenique schleicht in einen Raum, erwischt den Boss, haut ein, zwei Encounter Powers raus, der Boss ist rasch bloodied, macht den Hulk und die zarte Schurkin ist schneller Orkfutter, als der Paladin "Lay on Hands" sagen kann. Hmmm. Im MMO zieht der Main Tank erst mal die Gegner(Gruppen) oder den Boss und tankt an; bei D&D4E ist das oft recht schwierig, da zum einen die Gegner in verschiedenen kleineren Gruppen stehen oder einzeln verteilt sind. Zudem ist die 'KI' bei D&D4E (auch Dungeon Master, kurz: DM, genannt) wesentlich, äh, besser. Das heißt, der DM kennt alle Schliche und Tricks, außerdem kennt er die Fähigkeiten der Spielercharaktere. Mit der Zeit wohl auch ihre diversen Powers und Skills. Somit ist jeder neue Encounter eine weitere Herausforderung.

DD down!
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