0 com

Hangar II

Der Hangar für meine WINGS OF WAR-Flugzeuge ist gefunden! Nach längerer Suche, welcher IKEA im Einzugsbereich das von mir gesuchte Behältnis STRIKT vorrätig hat, hatte ich in Koblenz Glück -- für meine German Empire-Staffel mußte es natürlich Richthofen-Rot sein.

-------[Diese Woche Dienstag war ich nun in Koblenz, weil ich meinen WINGS OF WAR-Duellanten BB zum Fußballspiel TuS Koblenz gegen Borussia Dortmund (1:1) begleitet habe. Während BB dem teuren BVB-Torjäger Lucas Barrios bei seinem ersten und einzigen Tor zujubelte, erstand ich STRIKT in Richthofen-Rot und Barker-Grün. Für BB habe ich auch gleich eine Box mitgenommen, weil er seine Flugzeuge bisher noch in den Originalverpackungen lagert. Seinen Hangar werde ich als nächstes bauen.]-------

Gestern besorgte ich mir dann schwarze und weiße selbstklebende Farbfolie, um den Deckel meiner Red Box zu gestalten. Das fertige Ergebnis gibt es hier zu bewundern.

Auf dem folgenden Bild ist zu sehen, daß noch für eine weitere Lage Schaumstoff Platz ist. Das ist so beabsichtigt, so bleibt mir noch genug Raum für weitere Flugzeugmodelle.

Wundert euch nicht über den Magenta-Ton der Box, ihre Farbe ist wirklich ein schönes, dunkles Rot.

Auf den letzten beiden Photos kann man erkennen, daß zwischen den Schaumstoffplatten und dem Innenrand der Box noch Spielraum ist. Das ist auch gut so, denn zum einen muß man die Platten ja heraus nehmen können, zum anderen werde ich ihn nutzen und aus schwarzem Karton einen Abstandhalter einfügen. In diesem Karton werde ich dann Dinge wie Spielanleitung, Spielbretter und anderes Papiermaterial unterbringen.

Was den eventuellen Transport meiner Red Box angeht, so muß ich feststellen, sie ist sehr stabil und gut zu handhaben. Sie wird also nicht ausschließlich dekorativen Zwecken dienen.

Wenn ich die Seitenfächer aus Karton gemacht habe, werde ich ein letztes Bild der fertigen Red Box veröffentlichen. Sobald dann die Green Box für BB -- natürlich mit dem Hoheitszeichen der Sopwith Camel des William George Barker -- gebaut ist, gibt es auch davon hier ein nettes Photo.

Glück ab!
Read more »
1 com

[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 4

Hier nun der Eintrag aus dem Archiv, der unter anderem von einer ganz unrühmlichen Session mit meiner Schurkin Arsenique berichtet. An viel kann ich mich nicht erinnern. Es war Winter, wir mußten die Scheiben des Autos freikratzen, bevor wir von der Session nach Hause fuhren. Ach ja, unser Dungeon Master leitete die Spielrunde im T-Shirt. Ich hoffe, es fällt mir noch mehr ein, sonst trägt meine Arsenique beim nächsten Mal D&D4E auch nur noch ein T-Shirt statt ihrer Lederrüstung... und das macht mehr Aua! als Freude.

__A__u__s_____d__e__m_____A__r__c__h__i__v__
Nachtrag vom Freitag [21.11.2008]: Verdammt, D&D 4 fängt an mir richtig Spaß zu machen! Argh - damit hätte ich wirklich niemals gerechnet. Und obwohl das ganze Abenteuer an vielen Stellen ziemlich "cheesy" ist, macht genau das irgendwie den Reiz aus. Die einfachsten Handlungen machen manchmal halt doch irgendwie den meisten Spaß. Natürlich nicht immer - aber genau in dieser Runde passt es einfach in das Gesamtbild. Auch wenn solche Encounter mit "500+ XP" (mit endlos nachrückenden Minions...) quasi zum "Farmen" einladen, was eigentlich für ein Rollenspiel schon wieder zu absurd erscheint.

Weitere geflügelte Worte des Abends (nach zwei combat encountern und während eines längeren ersten non-combat encounter):

"Ich dachte ich bin hier zum Rollenspiel machen und nicht zum dumm Rumlabern!"

Ja ne, iss klar. Auf zum nächsten combat encounter! :-)

An diesem Abend hat übrigens auch unsere Tieflingsdame ins Gras gebissen. Sie erhält damit den Titel (Wälzereintrag^^) "Die Erste", was soviel bedeutet das sie wirklich der erste Charakter in unserer D&D Runde ist, den man in dem Tempel zur Wiederbelebung schleifen musste.

Naja, die erste Ebene des "Keeeep on thä Schädowfällll" haben wir weitgehend durch. Zurück in Winterhaven geht es jetzt erstmal gegen ein paar Untote vor, deren plötzliches Auftauchen ich irgendwie noch nicht so ganz einordnen kann. Mal abwarten, was das noch gibt.

Ach und nicht zu vergessen: Der Sprung von Lvl. 2 auf Lvl. 3 war auch noch drin. ;-)

Wie sind eigentlich eure Erfahrungen und Eindrück vom "Keep..." Abenteuer? Mal unabhängig davon das es natürlich sehr "Klassisch" ist. Spaßig? Oder doch eher öde? In erster Linie würden mich dabei die Meinungen von erfahrenen Rollenspielern interessieren, für die D&D aber trotzdem noch Neuland ist (ja, sowas gibt es...).
____________________________________________

Für diejenigen, die sich fragen, was der vormalige weltenschieber wohl mit "Wälzereintrag" gemeint haben könnte, hier eine kurze Erläuterung: Im MMORPG WARHAMMER ONLINE gibt es für jeden Avatar, also jede Spielfigur, ein Questtagebuch, genannt "Wälzer des Wissens" (im Original "Tome of Knowledge"). Für jeden Erfolg, jede Errungenschaft oder auch nur bestimmte Ereignisse bekommt der Avatar einen Eintrag in den Wälzer. (Im Englischen recht unprätentiös "Tome Unlock" genannt.)

Arseniques Titel "Die Erste" hat mittlerweile Gesellschaft bekommen. Meiner Rechnung nach verzeichnet ihr Wiederbelebungskonto drei Einträge; wenigstens damit ist sie ungeschlagen.

Vielleicht sollte ich mein Rollenspiel noch weiter reduzieren und die naturgegebene Neugier der Schurken-Klasse einfach ignorieren? Meist liegt mein Initiative-Wert an der Spitze, also schleicht Arsenique sich an den Gegner heran, teilt aus und sieht sich plötzlich umringt von gierigem Gezücht. Im Falle unserer Session 4 waren es ein paar Bogenschützen, die mich trotz leichten Schritts hörten und mit ihren Pfeilen spickten.

Trotz des ersten Heldentodes gefiel mir das Konzept D&D4E bereits damals recht gut. Nicht nur als Kulturwissenschaftler muß ich zugeben, daß die Narration dem Ludischen bei D&D4E deutlich unterliegt, dennoch oder gerade deshalb, sehe ich für mich auch in Zukunft einen großen Reiz in diesem Spielsystem. Vielleicht gehe ich an anderer Stelle mal in einen Diskurs zu diesem Thema. (Empfehlenswert sind hierzu u.a. die Publikationen von Espen J. Aarseth (Ludologe) und Henry Jenkins (Narratologe).) Wichtig war mir bisher jedoch der Spielspaß, denn den kann ich sowohl im einen als auch im anderen empfinden. Sprich: so lange ich mit Freunden Spaß am Spiel(en) habe, ist es mir egal, ob es mehr ein Rollenspiel oder ein Brettspiel ist. Es ist mir auch egal, in welcher Edition oder Tradition es steht. Wenn ich damit nicht gegen Moral und Gesetz verstoße, probiere ich es aus und heiße es für mich gut oder schlecht.

Ich weiß jedoch, daß ich heute bei einem Spiel mit, sagen wir, der ersten Auflage von DSA nicht mehr das empfinden werde, was ich empfand, als mein damals bester Freund JD an Ostern 1984 die erste Box DAS SCHWARZE AUGE mitbrachte. Dennoch sehe ich für mich weder einen Grund, DSA1 zu meiden oder es DSA4 vorzuziehen. Daß und ob man Mitspieler für das eine oder andere findet, gibt meist den Ausschlag, allerdings zeigen im allgemeinen die Jahrzehnte meines intensiven Spielens und im speziellen meine aktuellen Spielrunden mit diversen Mitspielern: so viel Spiel und so wenig Zeit.

Einen Ausweg scheinen wir mit der Idee meines weltenschieber-Vorgängers gefunden zu haben. Den "One-Shot Of The Month"! Gerade heute kündigte ST, einer unserer enthusiastischsten Mitspieler, an, im August einen ALIEN-One-Shot leiten zu wollen. Davon an dieser Stelle zur entsprechenden Zeit mehr!

In space no one will hear us scream.
Read more »
0 com

Hangar I

Endlich! Meine WINGS OF WAR-Staffeln sind komplett. Seit heute habe ich alle bisher erschienenen Flugzeugmodelle des German Empire bzw. k.u.k. -- 18 schick bemalte Miniaturen, die nur darauf warten, ein passendes Zuhause zu erhalten.

Zu diesem Zweck habe ich mir von Feldherr Raster Schaumstoff (60mm) besorgt. Mein Ziel war es, nicht nur die Modelle sicher unter zu bringen, sondern auch das Zubehör: alle Arten von Karten, die Lineale und Spielmarken, die Flugzeugbasen und die Stäbchen für die Höhenstufen. (Die Spielbretter und das Regelheft werden auch noch Platz finden.)

Ich war positiv überrascht, wie leicht sich die Schaumstoffquader aus dem vorgestanzten Material lösen lassen. Besonders begeistert war ich allerdings, als ich feststellte, wie perfekt die Flugzeugmodelle in die freigelegten Schaumstofffächer passen! Das gleiche gilt für das übrige Spielmaterial, das sich nach einer Weile geduldiger Puzzlearbeit gut in zwei der drei Schaumstofflagen unterbringen ließ.


Für die Karten, die Stäbchen und die Lineale ist es übrigens sinnvoll, die heraus getrennten Quader aufzubewahren. Karten, Stäbchen und Lineale würden auf den Boden des 60mm-Schaumstoffblocks heruntersinken, wenn sie keinen Halt hätten. So habe ich die Quader entsprechend zurecht geschnitten, daß z.B. die Karten mit der Oberkante des Schaumstoffblock abschließen, wenn sie in ihren Fächern liegen. Ähnlich verfuhr ich mit den Linealen.

-------[Quader. Wenn ich das Wort lese, muß ich immer an den Mathematikunterricht bzw. das Fach Technisches Zeichnen denken, die ich von der 8. bis zur 10. Klasse hatte. Mein damaliger Lehrer nannte diesen geometrischen Körper immer "rechtwinkliges Parallelepiped" -- ein wahrer Zungenbrecher, vor allem aber ein Quell diverser pubertärer Wortneuschöpfungen...]-------

Was das Behältnis für die Blöcke angeht, so hatte ich mir eine geräumige Militärarzttasche besorgt. Das gute Stück stammt aus den 1910er Jahren und paßt äußerlich wunderbar zu den Flugzeugmodellen. Leider hatte ich mich bei dem Innenmaßen der Tasche ein wenig verschätzt. Es passen nur zwei der drei Schaumstoffblöcke hinein. Also habe ich mir eine andere Lösung ausgedacht. Dazu aber an anderer Stelle mehr, denn noch ist diese nicht endgültig entschieden. Vielleicht fällt mir noch etwas besseres ein.
Read more »
2 com

[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 3

Als ich mich entschloss, diesen Blog weiterzuführen, war für mich klar, dass ich auch einige Posts des Vorgängers übernehme. Vorwiegend wieder veröffentlichen werde ich diejenigen Beiträge, die sich auf Spielrunden beziehen, in denen auch ich aktiv bin.

Ich werde sie im Titel immer mit [Archiv] kennzeichnen. Außerdem werde ich die Posts kürzen, damit sie ausschließlich die Informationen zur jeweiligen Spielrunde enthalten -- denn ich bin sicher, euch interessieren die privatimen Angelegenheiten meines Vorbloggers eher nicht, und ihm selbst ist es auch nicht recht.

Sofern ich die betreffende Session noch im Gedächtnis oder dazu sogar die eine oder andere Aufzeichnung habe, lasse ich kommentierende Anmerkungen ein. Eventuelle Leserkommentare zum damaligen Post werde ich selbstverständlich nicht entfernen.

__A__u__s_____d__e__m_____A__r__c__h__i__v__
Nachtrag vom Sonntag [12.10.2008]: [...] Im Prinzip habe ich nur das Vorgeplänkel vor dem eigentlichen Einstieg in das Keep verpaßt. Also ein paar rollenspielerische Begebenheiten und Befragungen in Winterhaven (super, genau das war mir eigentlich am Herzen liegt^^).

In dem Keep haben wir jetzt die ersten paar Räume erkundet. Den Eingangsbereich, ein paar Goblin-Schlaflager und eine Folterkammer (?!). Wiedermal gab es ein paar "Minions" zu verdreschen, was in diesem Fall aber sogar ganz witzig war. Alle Spieler in der Runde sind eigentlich erfahrene Rollenspieler, spielen aber ihre Charaktere gezielt "unerfahren". So wird zum Beispiel eine Tür auch einfach mal so aufgerissen, jemand wagt sich zu "weit" vor oder man begeht auch sonst den ein oder anderen kleinen Fehler. Ich denke, unser Spielleiter weiß das durchaus zu schätzen. Zumindest ich hatte das Gefühl, daß er bisher gut darauf eingegangen ist.


Alles in allem bekomme ich auch langsam ein Gefühl für den richtigen Einsatz der "Encounter Powers" und der "Daily Powers" (ich spiele eine "Human Female Ranger" Lvl 2). Zwar wirkt das ganze Spiel auf mich noch immer ziemlich "instanziert" bzw. "konstruiert", aber da ich mit WAR [Anm. d. weltenschiebers: WARHAMMER ONLINE] ja gerade eh wieder ein MMORPG spiele, passt das. Natürlich fallen mir aber dadurch die unglaublichen Annäherungen von D&D 4 an heutige MMORPG-Standards noch mehr auf! Andererseits: Ein MMORPG mit der "echten" Geselligkeit eines Gesellschaftsspiels oder Rollenspiels. Ganz ohne Skype oder TS [Anm. d. weltenschiebers: TeamSpeak], ganz ohne Bildschirm, Rechner und Maus. D&D 4 scheint da eine gelungene Brücke zu schlagen. Noch weit weg vom "echten Rollenspiel", aber durchaus ein interessanter "Hybrid", der aber noch Entwicklungspotential hat. Es bleibt abzuwarten, in welche Kerbe die zukünftigen Erweiterungsbücher (auch die der anderen Verlage) wohl schlagen werden.

Ich habe durch die Runde am Sonntag auf jeden Fall wieder deutlich mehr Lust an D&D 4 verspürt als nach der zweiten Sitzung. Diesen Goblinanführer in dieser Koboldhöhle hinter dem Wasserfall zu verhauen war mir einfach zu "computerspielmäßig".
____________________________________________


Soweit das erste Posting aus dem Archiv des vormaligen weltenschiebers. Die Session 3 war für mich meine erste in der D&D4E-Runde. An den Nachmittag und Abend erinnere ich mich noch recht gut, weil wir zunächst ohne unseren "Human Female Ranger Level 2" (Lidda) zu unserem Spielleiter 'Aufs Land' fahren mußten.

-------[Ich kannte den Weg dort hin gar nicht und unser Paladin Ezren war bisher jedes Mal nur hinterher gefahren. Prompt bogen wir falsch ab und kamen mit fast einer Stunde Verspätung an.]-------

Meine Schurkin (Tiefling) namens Arsenique war noch unbespielt. In D&D4E war ich gänzlich unerfahren. Ich hatte in den 1980er Jahre zwar kurz D&D gespielt und in den 1990ern ein paar Monate AD&D, aber meine umfangreichsten Erfahrungen mit dem System (AD&D) lagen doch eher im digitalen Spiel: Die Eye of the Beholder-Reihe hatte mich seinerzeit deutlich beeindruckt, ja geprägt.

Im tiefen Glauben an die Versprechen des bunten Players Handbook und an die vollmundige Verkündung, eine Striker-Klasse gewählt zu haben, stürzte ich mich in den Kampf. Die Enttäuschung kam prompt. Lidda, unsere Rangerin und Demotius unser Warlock machten deutlich mehr Schaden -- und starben nicht gleich in der ersten halben Stunde.

Da war ich anderes von meinem epischen Level 70 Schurken aus World of Warcraft gewohnt. Na gut, auch er fing einmal klein an, seinen ersten Tod erlitt er aber in den frühen 30er Leveln und nicht bereits nach 30 Minuten!

Retrospektiv betrachtet waren für meine Enttäuschung zwei Dinge verantwortlich:
1. Ich hatte eine Erwartungshaltung, die aufgrund von Erfahrungsmangel und überbordender Vorstellungen ziemlich verzerrt war.
2. Unser Teamplay war noch recht bescheiden.

Mittlerweile -- wir sind Level 5 und 6 und spielen H2 Thunderspire Labyrinth) -- konnten wir einige Erfahrungen sammeln und unser Teamplay definitiv verbessern. Wenn ich unsere letzte Session (ich werde davon noch berichten) und meine erste vergleiche, mag es so aussehen, als hätte sich für meine geliebte Arsenique in Bezug auf den schnellen Tod nichts geändert, aber das liegt ausschließlich am sogenannten Aggro-Management, wie die MMOler sagen. (Bedrohungskontrolle gefällt mir als deutschsprachiger Ausdruck dafür aber besser.)

Arsenique schleicht in einen Raum, erwischt den Boss, haut ein, zwei Encounter Powers raus, der Boss ist rasch bloodied, macht den Hulk und die zarte Schurkin ist schneller Orkfutter, als der Paladin "Lay on Hands" sagen kann. Hmmm. Im MMO zieht der Main Tank erst mal die Gegner(Gruppen) oder den Boss und tankt an; bei D&D4E ist das oft recht schwierig, da zum einen die Gegner in verschiedenen kleineren Gruppen stehen oder einzeln verteilt sind. Zudem ist die 'KI' bei D&D4E (auch Dungeon Master, kurz: DM, genannt) wesentlich, äh, besser. Das heißt, der DM kennt alle Schliche und Tricks, außerdem kennt er die Fähigkeiten der Spielercharaktere. Mit der Zeit wohl auch ihre diversen Powers und Skills. Somit ist jeder neue Encounter eine weitere Herausforderung.

DD down!
Read more »
3 com

Explosives Duell

Gestern Abend sollte es so weit sein: Mein guter Freund BB und ich wollten für unsere WINGS OF WAR-Duelle endlich die Höhenstufen-Regeln ausprobieren und einführen. Zum Aufwärmen entschieden wir uns für ein simples 2vs2. BB stellte seine neu erworbenen Maschinen vor -- beides Flugzeuge der Entente. Die französische Nieuport 17 mit Charles Nungesser als Piloten (Manöverdeck: I, Schadendeck: A, Schadenpunkte: 12) und die amerikanische AIRCO D.H.4 der American Expeditionary Force (Manöverdeck: H, Schadendeck: A/A, Schadenpunkte: 15).


I
ch entschied mich für meine beiden bewährten
Fokker D.VII (im Vordergrund unscharf zu sehen) mit Ernst Udet und Hermann Göring als Piloten (beide Manöverdeck: L, Schadendeck: A, Schadenpunkte: 16).

Nachdem wir verdeckt unsere Startpositionen ermittelt hatten, starteten wir mit brummenden Motoren Richtung Feindesland. Als wir uns in der Mitte des Niemandslands trafen, flogen Göring bereits die ersten Kugeln Nungessers um die Ohren; genauer gesagt beharkte der rückwärtige Copilot mein weißes Flugzeug mit einer ordentlichen Salve. Die ersten beiden Treffer säbelten mir sieben Punkte Schaden durch die Bespannung. Ich sah schon die frisch überholte Fokker das Segeltuch streichen...

Göring setzte zu einer scharfen Rechtskurve an und hatte Nungesser im Fadenkreuz -- genau in der Kernschußweite! BB zog zwei A-Schadenkarten. BÄM! Die Maschine explodierte, und Trümmer trudelten in die Tiefe. Acht Schadenkarten (eine für Udet (0 Schaden), sieben für Göring (13 Schaden)) später unterläuft Udet ein tragischer Flugfehler.

-------[Ich habe zwei Manöverkarten in der falschen Reihenfolge abgelegt: anstatt Immelmann, Gleitflug, kurze Linkskurve (Stall) legte ich Gleitflug, Immelmann, Linkskurve (Stall)...]-------

Damit war Udets Schicksal besiegelt. Göring traf aber nach einem erfolgreichen Immelmann frontal auf die AIRCO D.H.4. BB zog zwei A-Schadenkarten. WÄM! BÄM! Die Maschine verging in einem Feuerball, und wieder trudelten Trümmer in die Tiefe. Leider trudelte damit auch BBs Stimmung unbarmherzig in widrige Witterung. Der Vollblut-Ökonom hatte ohnehin bereits einen stressigen Tag (u.a. Klausurenkorrekturen, Baulärm im Haus) mit zermürbenden Zwischenfällen (bei denen er z.B. einen Seitenspiegel an einem parkenden Auto abfuhr) hinter sich. Nach dem Desaster mit den beiden Explosionen (das A-Schadendeck enthält 70 Karten, davon sind zwei Explosionen!) konnte ich BB nicht mehr dazu bringen, sich unserem eigentlichen Ziel des Abends zuzuwenden. Mein frisch gemahlener und traditionell gebrühter Espresso befeuerte nur noch BBs (verzweifelten und ergebnislosen) Versuch, die 'tödlichen' Zufallstreffer zu erklären, anstatt die durch das Koffein geweckte Restenergie im Luftkampf mit Höhenstufen-Regeln zu verpulvern. Nach etwa einer Stunde einigten wir uns darauf, daß die Chance, nach insgesamt 14 gezogenen A-Schadenkarten erneut eine der beiden Explosionskarten zu ziehen, bei 3% (BBs Schätzung) oder 5% (meine Schätzung) liegen muß. BB nahm sich die genauere Errechnung als Hausaufgabe mit ins Wochenende. An eine Fortsetzung unseres WINGS OF WAR-Abends war nicht zu denken.

-------[Ach ja, zu Anfang des Abends brach BB beim Auspacken seiner SPAD XIII mit Francesco Baracca (Italien) das Fahrwerk ab. Ich konnte es zum Glück wieder ankleben, aber damit war für BB der Abend schon unter einem schlechten Omen begonnen...]-------

Mit den Gedanken bei
Émile Borel und der Stochastik verabschiedete sich BB in den noch jungen Abend. Ich beseitigte traurig die Trümmer, leerte ein weiteres Radler und widmete mich dem Apfelstrudel, den meine Frau in der Zwischenzeit gebacken hatte.

Als Gutenachtgeschichte lief in der ARD der alte Michael Curtiz-Film "Helden der Lüfte" ("Captains of the Clouds", USA 1942). Treffend, oder?

Glück ab!
Read more »
2 com

Der Weltenschieber

der weltenschieber ist tot!
Es lebe der weltenschieber!

Schon lange hege ich den Gedanken, einen Blog zu meinen unterschiedlichen 'Spielereien' zu führen. In den letzten Jahren bekamen meine Mitspieler immer wieder laaaaange Emails mit vorbereitenden Texten oder Zusammenfassungen, wenn sie mal einen Spielabend versäumt hatten.

-------[Falls ihr nun vorauseilend frohlockt, irrt ihr -- leider. Ich wechsle nicht das Medium, ich vergrößere nur die Bandbreite meiner Kommunikation. Kritischer Treffer. Natürliche 20.]-------

Nachdem der ursprüngliche Besitzer und Initiator des weltenschieber-Blogs Anfang Juni seine Rastlosigkeit bekundete und die digitalen Blog-Welten hinter sich ließ, habe ich mich am letzten Wochenende während einer D&D4E-Runde entschlossen, diesen Blog zu übernehmen und weiter zu führen.

-------["Raider heißt jetzt Twix ...sonst ändert sich nix."]--------

Zur Zeit spiele ich in einer D&D4E- und einer WRAITH RECON-Runde mit. Es gibt noch eine WARHAMMER FANTASY-Gruppe, die in der The Enemy Within-Kampagne steckt, aber zur Zeit auf Eis liegt. Ich selbst leite die 7G-Kampagne im DSA4-System. Außerdem habe ich eine seit vielen Monaten offene 'Doppelfolge' im STAR TREK-Rollenspiel-Universum -- Doppelfolge aus zwei Gründen: 1. Weil die Vorlage für das Rollenspiel nun mal eine Fernsehserie ist und 2. weil das Abenteuer als "One-Shot Of The Month" gedacht war.

Weiterhin spiele ich mittlerweile regelmäßig WINGS OF WAR -- nachdem ich einen sehr guten Freund begeistern konnte und er gleich auf den Grundkonflikt British Empire vs. German Empire ansprang, liefern wir uns seit dem heiße Dogfights.

-------[Ratatatatataa.]-------

Für meine Flugzeugmodelle baue ich gerade einen Aufbewahrungsbehälter. Dazu aber später mehr. Außerdem habe ich noch ein weiteres Projekt, das ich zur Zeit verfolge: ich baue ein digitales Spielbrett aus einem großen LCD-Fernseher. Aber auch dazu später mehr.

Ansonsten lasse ich mich für viele Rollen-, Brett- oder auch Computerspiele hinreißen, die mir auch nur annähernd interessant erscheinen. Ab und an tröpfelt aus meiner Feder auch mal eine Rezension für Ringbote. Hätte der Tag 36 Stunden, wäre ich damit aber nicht fleißiger. Wahrscheinlich würde ich noch viel mehr lesen.

-------[Soeben habe ich die Famous Five-Reihe bzw. die Fünf Freunde-Reihe von Enid Blyton komplett zu Ende gelesen. Ich habe mir immer einen Band auf Englisch vorgenommen, danach die ursprüngliche deutsche Übersetzung. Wußtet ihr, daß Blyton die Reihe bereits 1942 begann und mit Band 21 im Jahr 1962 endete? Spannend auch, daß erst nach dem 2. Weltkrieg (1953 der erste Band) die deutschen Übersetzungen heraus kamen. Die Neuübersetzungen von Ende der 1990er Jahre finde ich übrigens unerträglich.]-------

Momentan liegen "Sara" von Stephen King und "Die weiße Pest" von Frank Herbert auf meinem Nachttisch. Den King-Roman lese ich zum ersten Mal, den Herbert lese ich aus nostalgischen Gründen zum zweiten Mal. Meine Erstausgabe von Herberts Roman hat sich erstaunlich gut gehalten; als ich sie 1984 kaufte, hatte mich das Buch so sehr gefesselt, daß ich das neu entdeckte DSA und meine Perry Rhodan-Silberbände für ein paar Tage völlig vergaß.

Nun. Die Welten schieben sich ineinander -- sie driften. Und ich treibe mit. Wer ein Stück mit mir driften will, ist herzlich eingeladen.

Willkommen in meinen Welten!
Read more »