[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 3

Als ich mich entschloss, diesen Blog weiterzuführen, war für mich klar, dass ich auch einige Posts des Vorgängers übernehme. Vorwiegend wieder veröffentlichen werde ich diejenigen Beiträge, die sich auf Spielrunden beziehen, in denen auch ich aktiv bin.

Ich werde sie im Titel immer mit [Archiv] kennzeichnen. Außerdem werde ich die Posts kürzen, damit sie ausschließlich die Informationen zur jeweiligen Spielrunde enthalten -- denn ich bin sicher, euch interessieren die privatimen Angelegenheiten meines Vorbloggers eher nicht, und ihm selbst ist es auch nicht recht.

Sofern ich die betreffende Session noch im Gedächtnis oder dazu sogar die eine oder andere Aufzeichnung habe, lasse ich kommentierende Anmerkungen ein. Eventuelle Leserkommentare zum damaligen Post werde ich selbstverständlich nicht entfernen.

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Nachtrag vom Sonntag [12.10.2008]: [...] Im Prinzip habe ich nur das Vorgeplänkel vor dem eigentlichen Einstieg in das Keep verpaßt. Also ein paar rollenspielerische Begebenheiten und Befragungen in Winterhaven (super, genau das war mir eigentlich am Herzen liegt^^).

In dem Keep haben wir jetzt die ersten paar Räume erkundet. Den Eingangsbereich, ein paar Goblin-Schlaflager und eine Folterkammer (?!). Wiedermal gab es ein paar "Minions" zu verdreschen, was in diesem Fall aber sogar ganz witzig war. Alle Spieler in der Runde sind eigentlich erfahrene Rollenspieler, spielen aber ihre Charaktere gezielt "unerfahren". So wird zum Beispiel eine Tür auch einfach mal so aufgerissen, jemand wagt sich zu "weit" vor oder man begeht auch sonst den ein oder anderen kleinen Fehler. Ich denke, unser Spielleiter weiß das durchaus zu schätzen. Zumindest ich hatte das Gefühl, daß er bisher gut darauf eingegangen ist.


Alles in allem bekomme ich auch langsam ein Gefühl für den richtigen Einsatz der "Encounter Powers" und der "Daily Powers" (ich spiele eine "Human Female Ranger" Lvl 2). Zwar wirkt das ganze Spiel auf mich noch immer ziemlich "instanziert" bzw. "konstruiert", aber da ich mit WAR [Anm. d. weltenschiebers: WARHAMMER ONLINE] ja gerade eh wieder ein MMORPG spiele, passt das. Natürlich fallen mir aber dadurch die unglaublichen Annäherungen von D&D 4 an heutige MMORPG-Standards noch mehr auf! Andererseits: Ein MMORPG mit der "echten" Geselligkeit eines Gesellschaftsspiels oder Rollenspiels. Ganz ohne Skype oder TS [Anm. d. weltenschiebers: TeamSpeak], ganz ohne Bildschirm, Rechner und Maus. D&D 4 scheint da eine gelungene Brücke zu schlagen. Noch weit weg vom "echten Rollenspiel", aber durchaus ein interessanter "Hybrid", der aber noch Entwicklungspotential hat. Es bleibt abzuwarten, in welche Kerbe die zukünftigen Erweiterungsbücher (auch die der anderen Verlage) wohl schlagen werden.

Ich habe durch die Runde am Sonntag auf jeden Fall wieder deutlich mehr Lust an D&D 4 verspürt als nach der zweiten Sitzung. Diesen Goblinanführer in dieser Koboldhöhle hinter dem Wasserfall zu verhauen war mir einfach zu "computerspielmäßig".
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Soweit das erste Posting aus dem Archiv des vormaligen weltenschiebers. Die Session 3 war für mich meine erste in der D&D4E-Runde. An den Nachmittag und Abend erinnere ich mich noch recht gut, weil wir zunächst ohne unseren "Human Female Ranger Level 2" (Lidda) zu unserem Spielleiter 'Aufs Land' fahren mußten.

-------[Ich kannte den Weg dort hin gar nicht und unser Paladin Ezren war bisher jedes Mal nur hinterher gefahren. Prompt bogen wir falsch ab und kamen mit fast einer Stunde Verspätung an.]-------

Meine Schurkin (Tiefling) namens Arsenique war noch unbespielt. In D&D4E war ich gänzlich unerfahren. Ich hatte in den 1980er Jahre zwar kurz D&D gespielt und in den 1990ern ein paar Monate AD&D, aber meine umfangreichsten Erfahrungen mit dem System (AD&D) lagen doch eher im digitalen Spiel: Die Eye of the Beholder-Reihe hatte mich seinerzeit deutlich beeindruckt, ja geprägt.

Im tiefen Glauben an die Versprechen des bunten Players Handbook und an die vollmundige Verkündung, eine Striker-Klasse gewählt zu haben, stürzte ich mich in den Kampf. Die Enttäuschung kam prompt. Lidda, unsere Rangerin und Demotius unser Warlock machten deutlich mehr Schaden -- und starben nicht gleich in der ersten halben Stunde.

Da war ich anderes von meinem epischen Level 70 Schurken aus World of Warcraft gewohnt. Na gut, auch er fing einmal klein an, seinen ersten Tod erlitt er aber in den frühen 30er Leveln und nicht bereits nach 30 Minuten!

Retrospektiv betrachtet waren für meine Enttäuschung zwei Dinge verantwortlich:
1. Ich hatte eine Erwartungshaltung, die aufgrund von Erfahrungsmangel und überbordender Vorstellungen ziemlich verzerrt war.
2. Unser Teamplay war noch recht bescheiden.

Mittlerweile -- wir sind Level 5 und 6 und spielen H2 Thunderspire Labyrinth) -- konnten wir einige Erfahrungen sammeln und unser Teamplay definitiv verbessern. Wenn ich unsere letzte Session (ich werde davon noch berichten) und meine erste vergleiche, mag es so aussehen, als hätte sich für meine geliebte Arsenique in Bezug auf den schnellen Tod nichts geändert, aber das liegt ausschließlich am sogenannten Aggro-Management, wie die MMOler sagen. (Bedrohungskontrolle gefällt mir als deutschsprachiger Ausdruck dafür aber besser.)

Arsenique schleicht in einen Raum, erwischt den Boss, haut ein, zwei Encounter Powers raus, der Boss ist rasch bloodied, macht den Hulk und die zarte Schurkin ist schneller Orkfutter, als der Paladin "Lay on Hands" sagen kann. Hmmm. Im MMO zieht der Main Tank erst mal die Gegner(Gruppen) oder den Boss und tankt an; bei D&D4E ist das oft recht schwierig, da zum einen die Gegner in verschiedenen kleineren Gruppen stehen oder einzeln verteilt sind. Zudem ist die 'KI' bei D&D4E (auch Dungeon Master, kurz: DM, genannt) wesentlich, äh, besser. Das heißt, der DM kennt alle Schliche und Tricks, außerdem kennt er die Fähigkeiten der Spielercharaktere. Mit der Zeit wohl auch ihre diversen Powers und Skills. Somit ist jeder neue Encounter eine weitere Herausforderung.

DD down!

2 Kommentare:

ghoul | 1. November 2008 um 11:17

Warum sollte man denn absichtlich anfängermässig spielen? Das ist ja wie freiwillig Taschenlampe fallen lassen bei Cthulhu...! :o

Dominik Cenia | 1. November 2008 um 11:21

Nicht unbedingt - es geht ja nicht darum das man als Spieler zum "Anfänger" mutiert, sondern das man gezielt seinen Charakter entsprechend "Dungeon-unerfahren" spielt. Da vergisst man dann auch gerne mal die Nachtwache (weil ja im heimischen Dorf Nachts nie was passiert ist^^). Ist ganz erfrischend, auch mal mit einem Level 1 Charakter nicht gleich völlig "abgebrüht" zu spielen.