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One-Shot of the Month #4: ALIENS




P r o l o g

Vergangenen Freitag 19.oo Uhr war es so weit: Unser
One-Shot of the Month #4: ALIENS mit sieben Spielern und einem erstaunlich gelassenen GM sollte beginnen. Ich hatte mich entsprechend vorbereitet und meinem Sgt. Ishmael Phillips den letzten 8Can mit WeYuce (siehe Photo oben) mit gegeben. Als ich erfahren hatte, dass wir einen Synth in unserer Crew haben werden, machte ich mir die Mühe, auch etwas Synth-Grease aufzutreiben -- ekelhaftes Zeug, aber die Rubberheads scheinen es zu mögen.
Softcan mit Synth-Grease

Der Sarge hält seine
M41A Pulse Rifle gut in Schuss, so war nur noch die M3 Armor Vest zu überprüfen und es konnte losgehen.


B r i e f i n g
"Is this going to be a stand-up fight, Sir, or another bug hunt?", Washington

USS Costaguana. 2180. Neujahr.
Die Mannschaft wird aus dem Hypersleep gerissen.
Lt. H. G. Wells ist wieder mal vor allen anderen fit. Er steigt als erster aus der Cryogenic Hypersleep Capsule (kurz: CHC oder HyperCap). Vermutlich fällt er niemals tief in die Kältestarre, zu viel Alkohol im Blut. Keiner weiß so recht, was genau er betäubt, ist er doch erst ein Jahr aus der Akademie raus.
Lackaffe
William 'Bill' Morgan ist der Schlipsträger von Hyperdyne Corp. und uns von 'oben' zugeteilt. Wir nennen ihn Dick, er besteht immer höflich auf Bill, und wir ignorieren ihn. Unser Ziel ist LZ-378, ein Minenplanet im fortgeschrittenen Terraforming-Stadium. Die ansässigen Kolonisten haben den Kontakt zu Hyperdyne abgebrochen, seit diese Weyland-Yutani Corp. aufgekauft hatte. Man wolle nicht für "diese Menschenschinder" arbeiten. 170 Zivilisten. Männer, Frauen, Kinder. Befriedungsmission. Kontaktaufnahme auf dem Planeten. Präsenz zeigen. Keine schweren Waffen. Auf Anweisungen der Corp warten. Es lebe das USCM Corps!
Lt. Wells stellt zwei Squads zusammen.

1st Squad
Lt. Homer G. Wells (22) -- SC
Cpl. S. Kopecky (26) -- SC
Pvt. Ostrich (Intelligence, 26) -- SC
Pvt. Gregor Kranjic (SG-Operator, 28) -- NSC
Pvt. Thomas Markvalt (Communications, 23) -- NSC

2nd Squad
Sgt. Ishmael Phillips (36) -- SC
Cpl. Jack 'Lucky' Ornstub ( Medic, 23) -- SC
Pvt. Horatio 'Big Daddy' Washington (SG-Operator, 28) -- SC
Pvt. Shlomo Nikolai Zubov (Recon, 27) -- SC
Pvt. James 'Jimmy' Dobson (Heavy Weapons, 21) -- NSC
Pvt. Antonio Torres ( 31) -- NSC

Dropdown in 30 minutes.


D e p l o y m e n t
"Alright, ladies... on the ready line.", Phillips

Gutes Wetter erwartet uns auf LZ-378. Sonnenschein. 30°C. Gelöste Stimmung in unserem
M577A3 APC. Dick hat wieder mal in seinem beißenden Aftershave gebadet. Das billige Zeug wabert wie Säureschwaden durch den hinteren Teil des Carriers. (Irgendwann frisst es sich noch durch unsere Armor Vests. An dem Tag werf' ich den Kerl höchst persönlich aus dem UD!) Pvt. Washington pennt. Doch die friedlichen Zivilisten schießen scharf! Cpl. Sanderson, der Pilot unseres UD-4L 'Mowhawk', meldet feindliche Boden-Luft-Raketen; sie wurden von der zivilen Station abgefeuert. Nach einem Ausweichmanöver und einem Treffer im Heck bleibt Co-Pilot Pvt. Sutter nichts anders übrig, als das Feuer zu erwidern und den Raketenwerfer auszuschalten. Sanderson bringt uns sicher runter, um dann in stationärer Entfernung aus der Luft den Komplex zu beobachten und auf unser Rückrufsignal zu warten.
Und raus mit dem APC! Pvt. Luongo gibt Gummi, und Washington wacht endlich auf.

Nach dem Raketenangriff entscheidet Wells, dass wir zu unseren M41A auch unsere beiden
M56A2 Smart Guns mitnehmen -- Pvt. Kranjic und Washington sind schon ganz heiß drauf. Zwei M240A1 Flamethrower kommen zur Sicherheit auch mit und zwei M42A Scope Rifles für unsere Scharfschützen. Grenades, Flares und die gute alte M4A3 Pistol kommt ins Halfter.


O u t__o f__t h e__f r y i n g__p a n . . .
"Alright, I want a nice, clean dispersal this time!", Phillips

Ein heißer Wind wirbelt über die vegetationslose Steppe. Es riecht nach verschmorten Kabeln, geschmolzenem Metall und abgebranntem Schwarzpulver. Vor uns liegt der Komplex mit den Werkstätten und dem Lager; wir verschaffen uns Zugang durch die Garage. Das elektronische Schloss ist für Pvt. Markvalt ein Kinderspielzeug. Der Junge braucht nur 'ne Büroklammer und 'ne Zitrone und schon startet er einen APC ohne Batterie.
2nd Squad macht die Vorhut. Nichts auf dem
Motion Tracker zu sehen. Auf den Fahrzeugen liegt dicker Staub, keine Reifen- oder Fußspuren. Die Minenarbeiter haben diesen Komplex offenbar schon eine Weile nicht mehr genutzt. Wir arbeiten uns durch alle Räume -- nichts. Bevor wir diesen Gebäudekomplex verlassen, wollen wir noch das Labor, die Krankenstation und einige kleinere Büroräume durchsuchen.

Bild von einem Überwachungsmonitor der Minenkolonie.
Die linke Bildhälfte zeigt die Aggressoren,
die rechte die beiden Squads des USCM Corps.



. . . i n t o__t h e__f i r e
"Steady, people. Let's finish our sweep. We're still Marines, and we've got a job to do.", Phillips

Als wir den Flur zu den Räumen sichern wollen, sprechen unsere Motion Tracker an, und wir haben Sichtkontakt mit bewaffneten Weichzielen. Ich identifiziere uns; außerdem fordere ich sie auf, die Waffen niederzulegen und einzeln mit erhobenen Händen... Feuerstöße!
2nd Squad -- Sgt. Phillips

Wir nehmen Deckung. Feuerfreigabe. Meine rechte Schulter wird zerfetzt. Ich werde ohnmächtig. Cpl. Ornstub übernimmt. Meine Marines haben sich 'Kampfkanten' gesucht und wärmen mit der Standardmunition
M309 Kaliber 10mm ihre Pulse Rifles auf. Washington kitzelt den Abzug seiner M56, sie zeigt ihre M250er Krallen, Kaliber 10mm. Die Subjekte sind binnen Sekunden neutralisiert. Ornstub stabilisiert mich, aber für diese Mission ist meine M41 Geschichte. Ich lasse mir einen M240 geben und werfe die Zündflamme an.

Corporation Mercenarios

1st Squad ist mittlerweile auch vorgerückt. Eines der Subjekte ist vernehmungsfähig. Cpl. Kopecky macht im Verhör mal wieder Gebrauch von seinem
'Quill', so nennt der Corporal sein Combat Knife, nach dem Sinnspruch "The quill is mightier than the sword". Wir erfahren, die Corp Mercs (vermutlich von Omni Tech) hatten den Auftrag, 'nach dem Rechten' zu sehen und eine 'Ladung zu bergen'. Um eventuellen Überraschungen vorzubeugen, nehmen wir den Überlebenden erst mal mit. Unsere Informationsdichte ist aber immer noch weniger als dünn. Wir müssen mit weiteren feindlichen Corp Mercs rechnen, denn die Merc sind ja nicht auf einem fliegenden Teppich hier gelandet. Ihr APC steht 'irgendwo draußen', was mit dem Dropship oder einer Corp-Fregatte ist, weiß unsere Corp-Hure angeblich nicht. Aber darum kümmern wir uns, wenn wir die letzten Räume klar gemacht haben.


T h e__ L o a d
"I've got a bad feeling about this drop.", Zubov
"Alright, the area's secured. Let's go in and see what their computer can tell us.", Ostrich

In der Wissenschafts- bzw. der angrenzenden Krankenstation der Minenkolonie stoßen wir endlich auf ein paar Informationen und einige sehr seltsame 'Exponate'...
Vor knapp vier Wochen erhielt die Minenkolonie eine Lieferung vom Planeten
LV-426. Diese Fracht enthielt neben dem angeforderten Bergbauwerkzeug xenomorphe Komponenten, die sich als extrem lebensbedrohend herausstellten! Ein Kolonist wurde 'infiziert': eine Art 'Kopfkrabbe', die zuvor aus einer der xenomorphen Ei-ähnlichen Strukturen geschlüpft war, verblieb längeren Zeit unlösbar am Gesicht des Infizierten. Als der Xeno abfiel und verendete, genas der Kolonist schnell. Kurze Zeit später sprengte eine andere Art xenomorphes Lebewesen dessen Brust und entschwand in den Lüftungsschächten der Kolonie. Aufwendige Suchaktionen liefen parallel zur Untersuchung der Xenos, die in verschiedenen Sezierstadien in den Tanks des Labors ausgestellt sind. Während der Suche verschwanden nach einigen Tagen immer wieder Minenarbeiter in den Schächten, bis es gelang, den offensichtlich rasant gewachsenen Xeno-Organismus mit Schweißbrennern und improvisierten Flammenwerfern im Reaktorgebäude zu stellen und zu vernichten. Offensichtlich fühlte dieses unheilige Geschöpf sich von der Hitze des Reaktors oder seiner Strahlung angezogen. Körperteile dieser fremdartigen Kreatur finden wir jedenfalls in den Glastanks des Labors.
Ich wärme bereits meinen Flamethrower an, um das Labor samt Krankenstation mit all seinem widernatürlichen Geschmeiß dem reinigenden Feuer zu übergeben, da macht der Lieutnant auf dicke Hose. Sesselfurzer Dick stimmt Wells kriecherisch zu und murmelt was von Bericht und keine Autorisierung zur Vernichtung von Corp-Eigentum.
"Look, Phillips, this is a multimillion dollar installation, okay? He can't make that kind of decision, he's just a grunt. No offense, Dick.", Zubov


U n d e r__L o a d
"Okay, Luongo, take us in from NE the main colony complex... Storm shutters are sealed... there's no visible activity.", Wells
"Bio readouts are all in the green; looks like he's alive.", Ornstub

Während wir auf dem Rückweg zu unserem APC sind, meldet sich Monk, unsere Artificial Person im Team, von der USS Costaguana. Er hat im Orbit des Planeten eine unbekannte Fregatte ausgemacht. Bisher kam kein Funkkontakt zustande. Monk hält uns weiter auf dem Laufenden.
Luongo,
unser APC-Driver, sammelt Squad 1 & 2 wieder ein, um uns von Nordosten zum Hauptkomplex und dem Reaktor der Kolonie zu fahren. Auf freiem Gelände stoßen wir auf einen fremden APC mit offener Gefechtsrampe.
Bild von einer Außenkamera.
Rechts unten unser APC, links oben der APC der Corp Mercs.


Kopecky und Zubov sollen den APC sichern. Als sich Zubov der offenen Rampe nähert und einen Blick ins Innere des APC wirft, verschwindet er plötzlich aus Kopeckys Sichtbereich. Washington, der am
M2025, dem 40mW Laser unseres APC, sitzt, brüllt "Xenomorph-Kontakt!" und bittet wiederholt um Feuererlaubnis. Schüsse aus dem Merc-APC. Kopecky feuert ebenfalls in den Carrier hinein.
Vergrößerter Ausschnitt eines Kamerabildes der
Colonial Marine-Cam (CMC) von Washington.
Daneben kleine Standbilder von Zubovs Wärmebildabtaster.


Plötzlich kommen Zubov und Kopecky wieder in unseren Sichtbereich. Sie rennen auf unseren APC zu. Medic Ornstub läuft ihnen entgegen und versorgt zuerst Zubov, dann Kopecky. Sie hatten tatsächlich ihren ersten Kontakt mit einem lebenden Xenomorph! Als sie ihm Kugeln in den Leib jagten, spritzte sein Blut durch den APC, es ätzte sich durch sämtliche Materialien, die im Carrier verbaut waren. Die beiden Marines hatten jedoch Glück und wurden nicht von dieser Säure getroffen.
Aus sicherer Entfernung beschießen wir den Corp-APC und bringen ihn so zur Explosion. Darin wird nichts überlebt haben, der Carrier war voll mit Treibstoff und Munition! Weiter gehts zum Hauptgebäude und dem Reaktor.


A__l o a d__o f
"They ain't payin' us enough for this, man.", Washington
"Something. It's inside the complex... They're inside, inside the perimeter. They're here.", Phillips
"I only need to know one thing... Where they are.", Ostrich

Als wir das Reaktorgebäude betreten, scheinen wir in eine völlig fremde Welt zu schauen. Von der ausgefeilten technischen Architektur des Bauwerks ist nahezu nichts mehr wieder zu erkennen. Alles scheint mit organischen Formen überwuchert, scheint zu atmen, zu pulsieren, zu transpirieren...
Keine Anzeige auf den Motion Trackern.
In Gefechtsformation sichern wir die ersten Gänge, besser wäre: Körperöffnungen, des Reaktors. Überall glauben wir, Reste der Reaktorkonstruktion zu erkennen. In den Augenwinkeln, am dunklen Rand der Kegel unserer Schulterlampen vermuten wir Bewegungen, die unsere Motion Tracker aber nicht anzeigen.
Plötzlich 30 Meter vor uns Biosignale! Erst einzelne, dann drei, fünf, sieben, zehn, zwölf! Aber wir haben keinen Sichtkontakt! Ausschwärmen. Gefechtshaltung einnehmen. Nichts. die Biosignale kommen immer näher. 15 Meter. Sichtung negativ. 10 Meter. Ich werfe eine Granate in Richtung der Signale. Keine Veränderung. 5 Meter. Negativ. 2 Meter. Null. Nichts.

K O N T A K T!

Überwachungskamera 1R1sw, Reaktorblock.

Überwachungskamera 2R1sw, Reaktorblock.

Die Viecher sind überall. Vor uns, über uns, neben uns, zwischen uns! Sie versuchen, uns einzukreisen. Wenn wir das überleben wollen, muss uns eine wirklich gute Taktik einfallen. Ich entscheide mich blitzschnell für einen Ring aus Feuer, aber zunächst brate ich den Xenomorph in unserer Mitte...
Washington und Kranjic feuern, was ihre Smart Guns hergeben. Ich rufe Ostrich zu, er soll versuchen, die Xenos mit einem Ring aus Feuer auf Abstand zu halten, damit die anderen Marines genug Zeit und Platz zum Schießen haben. Außerdem können wir so einen geordneten Rückzug antreten, falls die Übermacht zu stark wird -- der kleine Bildschirm des Motion Trackers ist bald so hell wie eine Taschenlampe!
CMC-Shot. Mitte links Washington, Mitte rechts Phillips.

CMC-Shot. Bildmitte ???

Nach einer ersten Welle Xenos haben wir noch keine Verluste. Wir haben unseren Boden gesichert, ein Feuerring ist gelegt. Er wird nicht lange halten, nur so lange bis der Brennstoff aufgezehrt ist. Außerdem können die Kreaturen ebenso leicht an der Decke entlang laufen wie auf dem Boden und an den Wänden!
Wells informiert Luongo im APC, er soll so dicht er kann an den Eingang heranfahren.
Überwachungskamera 2R2f, Reaktorblock.

Unser Feuerwall scheint zu halten, aber die
"fuckin' aliens" wie Zubov sie, unterbrochen von kurzen, kontrollierten Salven aus seiner M41, nennt, werfen sich nun fast von allen Seiten auf uns.
CMC-Shot. Mitte (grün) Ostrich, rechts Washington.

"Fallback!", brüllt Wells. Seine Stimme überschlägt sich fast, als eine dritte Welle Aliens durch den ersterbenden Feuerring drängt. Ostrich mit seinem Flammenwerfer und Washington mit seiner 'Big Mama' sind noch auf Flüsterweite zu den schwarzblauen Monstern.
Luongo hat inzwischen die Eingangstür mit dem APC eingedrückt, so dass wir direkt in den Carrier stürmen können, um den Rückzug der restlichen Marines zu sichern. Washington hat anscheinend noch eine Rechnung mit den Säureblutern offen.

"This ain't happenin', man. This can't be happenin', man. this isn't happenin'.", schreit Pvt. Torres. Dann geht seine Stimme in einem Gurgeln unter.
"Die! Come on, come on, come get it baby! Come on, I don't got all day. Come on! Come on, come on you bastards! Come on, you too! Oh, you want some of this?" spuckt Washington den Aliens entgegen, bevor er als Letzter in den APC steigt und Luongo das Gaspedal fast durchs Bodenblech hämmert.
Überwachungskamera 4R1f, Reaktorblock, Ausgang.


D e b r i e f i n g
"Let's just bug out and call it even, okay?", Wells

Verluste: Pvt. Kranjic und Pvt. Torres.
Planet LZ-378 wird zur Militärischen Sperrzone erklärt.
Ornstub flickt uns mit Hilfe von Monk wieder zusammen. Wells und Dick schreiben ihre Berichte. Ich darf wieder mal die Angehörigen der KIAs [Anm. d.
weltenschiebers: Killed in Action] verständigen.
Nach einem opulenten asiatischen Mahl gehts in die HyperCaps.
Während ich bereits wegdämmere, scheint es mir, als höre ich noch Kranjics letzte Worte:
"That's it, man. Game over, man. Game Over!"


E p i l o g
Ich war und bin begeistert!
Es war ein wirklich gelungener, stimmiger und stimmungsvoller Abend in einer großen Runde.

Story:
10.000 Meter-Start, dann klassisch, knackig. Knarrengeknatter! Niedrige Verlustrate. Hoher Alien-Anteil. Gegen Ende leider irgendwie etwas ausgefasert. Der Corporation-Vertreter wirkte nicht nur blass, er war es tatsächlich (also war auch er ein Verarschter, wie sich im Nachgespräch herausstellte). Schade, dass unser Synth Monk so ein Schattendasein führte; Monk war autistischer als sonst.

System:
Very beginning 1990s! Tabellen, diverse Sheets, detaillierte Schadensdefinitionen.
Nachdem der FFG-Rausch, die D&D4E-Dröhnung und der MMO-Katzenjammer weitgehend abgeklungen waren und man das Old School-System ALIENS: Adventure Game re-assimiliert hatte, schien es mir einleuchtender, flexibler und spaßiger als die New Hybrids [wie ich ab jetzt die aktuellen Systeme, z.B. D&D4E oder WFRP3E nennen werde], durch die wir uns die letzten Jahre beharrlich gebissen, gekämpft, gewühlt und auch gelangweilt haben. Ich habe den Flamethrower bereits bei SPACE HULK geliebt -- bei ALIENS nehme ich ihn mit in meinen Schlafsack!

Miniaturen:
Dickes Lob an die Miniaturenspender! Die U.N.A. und die Red Blok-Minis von AT-43 sind großartig. Sie passten unglaublich gut zum Spiel. Ebenso die Aliens aus der HorrorClicks-Serie AvP Aliens. Ohne die Minis wäre es nicht halb so cool gewesen!

Bilder:
Ich hoffe, die von mir gemachten Photos gefallen. Ich habe sie dem Spiel angemessen bearbeitet. Manche habe ich ins Kinoformat gebracht, verschiedene Kameratypen und -winkel simuliert usw.. Bei den von mir designten WeYuce-Flaschen handelt es sich übrigens um das Trendgertänk Bit Copa. Ich habe für jeden Spieler eine als Geschenk hergestellt. So hat man auch nach dem One-Shot noch eine kleine Erinnerung an den Abend. Der Synth-Grease war übrigens ein Gut&Günstig-Milchgetränk mit Kirschgeschmack aus dem edeka um die Ecke.


"Großes Kino, Sebastian!", Sgt. Ishmael Phillips
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"World of Darkness" als MMORPG angekündigt

Nun ist es offiziell: Die Entwickler des populären MMOs EVE Online gaben bekannt, dass sie an einer Umsetzung des World of Darkness-Universums (WoD) arbeiten -- als MMO, natürlich. Die US-amerikanische Dependance der isländischen Firma Crowd Control Productions (CCP) bestätigte dies in einer Pressemeldung:
World of Darkness has a rich history of over 18 years of creative development and is now the basis of one of CCP's major virtual world projects.
Die Heimatschmiede von WoD ist die US-amerikanische Rollenspielfirma White Wolf Inc., die im Jahr 2006 von CCP als eigenständige Firma übernommen wurde. Bereits seinerzeit wurde auf dem jährlichen EVE-Online-Fanfest in Reykjavík (Island) angekündigt, man arbeite an einem Konzept für diese Umsetzung:
Conceptualization and early development has begun to bring White Wolf's World of Darkness, one of the world's strongest gaming properties, into the online world.
Doch erst jetzt, drei Jahre nach dieser schon damals spektakulären Ankündigung, scheint Bewegung in das Projekt zu kommen.

Auch auf der offiziellen Website des Staates Georgia, USA findet sich eine Notiz über die Firmenansiedlung des US-amerikanischen Hauptquartiers von CCP und dessen aktuellem Spieletitel in Entwicklung:
Iceland-based game developer and publisher CCP Games has established its North American headquarters near Atlanta in Stone Mountain, Ga. CCP's titles include the massively multiplayer online game Eve Online™ and future MMOG, World of Darkness™.
Welche Rassen, Klassen oder Kreaturen spielbar sein werden, ist noch völlig unklar. WoD beherbergt ja die unterschiedlichsten Wesen wie zum Beispiel Vampire, Werwölfe, Dämonen und Magier. Die drei Kernregelwerke des Rollenspiels sind ganz klar Vampire: The Requiem, Werewolf: The Forsaken und Mage: The Awakening. Diese WoD-Troika erschien in den Jahren 2004 und 2005. In den folgenden Jahren brachte White Wolf pro Jahr einen weiteren Titel auf den Markt: Promethean: The Created (2006), Changeling: The Lost (2007), Hunter: The Vigil (2008) und (hoffentlich) in diesem Jahr Geist: The Sin-Eaters. Ob und wie weit diese Folgebände in das kommende MMO einfließen werden, steht noch in den Sternen.
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Ausstellung: Mode und Kosmetik der 1920er


Am Samstag den 22. August 2009 eröffnet im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte die Studioausstellung: Pailletten - Posen - Puderdosen. Modezeichnungen und Objekte der Zwanziger Jahre. Für CTHULHU-Spieler und Kulturwissenschaftler (wie mich) dürfte diese Ausstellung ein Genuß sein.


Hier der offizielle Ankündigungstext:
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Die Mode und mit ihr einhergehend ein neues Schönheitsideal verdeutlichen wie kaum etwas anderes das Lebensgefühl der "Goldenen Zwanziger Jahre". Gesellschaftliche Veränderungen führten nach dem Ersten Weltkrieg in der Damenmode zu einer regelrechten Befreiung. Der Verzicht auf das Korsett, fließende Materialien, immer kürzer werdende Röcke, aber auch das Tragen von Hosen brachten die neuen Typen der Garçonne und des Girls hervor.

Wie in der Mode vollzog sich auch in der Kosmetik ein Wandel. Waren Schönheits- und Körperpflege zuvor eine intime Angelegenheit, so wurden sie nun zum bevorzugten Gesprächs- und Werbethema. Dies führte nicht nur zu neuen Produkten, sondern brachte – wie am Beispiel der ausgestellten Puderdosen und Kosmetikaccessoires – eine Vielzahl attraktiv gestalteter Kosmetikartikel hervor.

Im Fokus der Ausstellung stehen rund 70 originale Modezeichnungen aus der Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek, Kunstbibliothek Berlin. Sie wurden von renommierten Künstlern großenteils als Druckvorlagen für die Presse gefertigt und spiegeln einerseits damalige Modeideale wie Jugendlichkeit oder Schlankheit, andererseits zeigen sie einen Querschnitt durch künstlerische Strömungen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (17,90 €).

Die Ausstellung läuft vom 22.08.2009 bis zum 25.10.2009.

Öffnungszeiten
Dienstag-Sonntag, 10.00-18.00 Uhr
Donnerstag, 10.00-20.00 Uhr
Montag geschlossen

Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3
44137 Dortmund
Telefon +49 231 50-2 60 28
Fax +49 231 50-2 55 11

Falls ihr übrigens noch Zeit und Muße haben solltet, könnt ihr im gleichen Museum einen Blick in die Ausstellung Berliner Impressionismus (20.06.2009 bis 11.04.2010) werfen. Besonders interessant an dieser Ausstellung finde ich, daß die Berliner Secession genannte Künstlergruppe den Expressionisten oppositionell gegenüberstand. Die antagonistischen Ausrichtungen der beiden Bewegungen führten gerade im Berlin der 1910er und 1920er Jahre zu einem fruchtbaren künstlerischen Klima. Das ist unter anderem daran zu sehen, daß mancher Künstler dieser Zeit sowohl Mitglied in der Berliner Secession als auch z.B. der Brücke oder anderer expressionistischer Gruppierungen war. Emil Nolde, Edvard Munch oder Erich Heckel sind nur drei bekanntere Beispiele für diese gegenseitige Befruchtung.

Hier der offizielle Text zur Ausstellung:
Diese Ausstellung widmet sich den farbensprühenden Werken des Berliner Impressionismus. Sie stammen aus dem Bestand der Nationalgalerie Berlin und wurden ausgewählt von Dr. Angelika Wesenberg, Nationalgalerie Berlin. Die Ausstellung ist Teil des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

In einer Welt des Umbruchs, Aufbruchs und Zusammenbruchs kurz vor dem Ersten Weltkrieg feierten die Künstler die heitere Seite des Daseins. Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Max Slevogt, Lovis Corinth, Lesser Ury und Walter Leistikow bildeten den Kern der 1898 gegründeten Berliner Secession. Diese Vereinigung wandte sich radikal gegen den herrschenden Kunstbetrieb der staatlichen Akademien mit ihren pathetischen, historisierenden und angeblich moralisch erhebenden Themen.

Beeindruckt von den Errungenschaften des französischen Impressionismus zeigten die Künstler mit heller Palette und freiem Pinselstrich vor allem die einfachen Freuden des Lebens, einen Spaziergang am Meer, ein lichtdurchflutetes Zimmer oder einen geselligen Biergarten. Licht, Farbe, die Liebe zur Natur und der spontane Eindruck sind die Hauptakteure dieser freundlichen Gemälde.

Sobald ich beide Ausstellungen besucht habe, werde ich noch einmal kurz hier berichten und auch ein paar Photos präsentieren.
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Dokumentarfilm zu Onlinerollenspielen im Kino

Dokumentarfilme im Kino sind rar -- die wenigen, vor allem aus den USA bekannten dokumentarischen Werke, die es in neuerer Zeit auch in die deutschen Kinos schafften, sind z.B. Michael Moores Bowling for Columbine (2002) oder Morgan Spurlocks Super Size Me (2004). Über kurz oder lang war zu erwarten, daß auch das Thema MMO(RPG) aufgegriffen und in einer für das Kino adäquaten Dokumentation bearbeitet wird.

Second Skin heißt der am vergangenen Freitag in den USA gestartete Dokumentarfilm von Juan Carlos Piñeiro Escoriaza. Uraufgeführt wurde er bereit im März 2008 auf dem South by Southwest Music Conference and Festival (SXSW). Diesen Sommer fand der Film einen Verleih und kommt nun zunächst in die US-amerikanischen Kinos.

Im Film geht es hauptsächlich um amerikanische MMO-Spieler und -Spielerinnen. Er widmet sich drei unterschiedlichen Gruppierungen von Leuten: vier männlichen World of Warcraft-Spielern, einem Paar, das sich über Everquest 2 kennengelernt hat und einem Onlinespielsüchtigen, der seinem Leben einen neuen Sinn gibt.

Während der Zuschauer verfolgt, wie sich die drei Gruppen von MMO-Spielern verändern und weiterentwickeln, kommen immer wieder Spieledesigner und Spielewissenschaftler wie
Nick Yee und Edward Castronova zu Wort. Vor allem Letzterer gibt dem Film einen roten Faden; Castronova erläutert die Faszination, die Vorzüge, den weltökonomischen Einfluss, aber auch die Gefahren von MMOs. Weiterhin wird ein Blick auf die sogenannten 'chinesischen Goldfarmer' geworfen, die interviewt wurden. Ebenso kommt in dieser Dokumentation die Sprecherin einer Selbsthilfegruppe für Anonyme Onlinespielsüchtige zu Wort.


Second Skin
kann in voller Länge im Original auch online auf SnagFilms betrachtet werden. Am 25. August 2009 wird er in den USA auf DVD erscheinen. Ob es eine deutsche Synchronisation geben wird und ob der Film auch in Europa für die Kinos einen Verleih finden wird, steht noch nicht fest. Es bleibt aber zu hoffen, dass der Dokumentarfilm auch in Deutschland ein großes Publikum findet, denn er bereichert sicherlich die einseitig dem Thema MMOs zugewandte Medienlandschaft und sorgt garantiert für neue Denkanstöße -- bei Kritikern wie bei Fans.


Wer ein früheres dokumentarisches Werk Juan Carlos Piñeiro Escoriazas zur Computerspiellegende
Richard 'Lord British' Garriott (Spieleerfinder und -entwickler der Ultima-Reihe) sehen möchte, schaut einfach beim Online Broadcasting Networks VBS rein. Es lohnt sich.
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[Archiv] 4E: Keep on the Shadowfell - Session 5

Was soll ich sagen? Es war Ende November letzten Jahres. Es war kalt. Wir hatten unser optimales Teamplay noch immer nicht gefunden. Darum ging bei einem Group Split unser Warlock Demotius drauf. Aber lest selbst. Am Ende wird mir vielleicht noch mehr zu dieser Session eingefallen sein.

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Nachtrag vom Freitag [28.11.2008]
Geflügelte Worte des Abends:

"Cleave mich mal frei!" (sagt der Paladin zum Fighter...)
"Mage down!" (sagt der Rogue zum Rest der Gruppe...)

Der Friedhof von Winterhaven wäre übrigens auch wieder gesichert. Der "Plot Twist" in diesem Encounter ging ein wenig an mir vorbei, weil ich mich an den entsprechenden NSC nicht mehr so ganz erinnern konnte. War aber glaub eh alles eher "Zaunpfahlmäßig" aufgebaut. Ansonsten waren wir uns in der ganzen Gruppe einig, das die dem Abenteuer beiliegenden Karten in den meisten Fällen für die völlig falschen Encounter gemacht wurden. Wozu brauch ich eine Karte vom Friedhof, der eh fast nur aus einer freien Fläche besteht? Wieso bekomme ich keine Karten von den ganzen Encountern in den Tunnelsystemen? Unser Spielleiter war stellenweise deswegen sichtlich genervt (zurecht!). Die Maps sollen das Spiel doch optisch unterstützen und bestimmte Encounter beschleunigen. Dann aber bitte auch für die Encounter vorhanden sein, bei denen es etwas umständlicher ist sie aufzuzeichnen...

Unabhängig davon war der Abend wieder mal ziemlich cool. Wir sind jetzt mit der ersten Ebene endgültig durch. Haben wahrscheinlich auch die letzte Geheimtür gefunden und so ziemlich jeden Encounter mitgemacht. Das Zusammenspiel der Gruppe klappt immer besser und dank einiger neuer Fähigkeiten aus dem "Martial Powers" Buch haben einige von uns nochmal ihren Charakter umgestellt. Unser Spielleiter ist da zum Glück sehr großzügig was das "umskillen" angeht. Ganz einfach weil wir alle erstmal noch ein Gefühl für unsere Charaktere und das Spielsystem bekommen müssen. Und allein vom Level her macht es in diesem Bereich eh keinen so großen Unterschied.

Was uns noch aufgefallen ist: Die ersten magischen Gegenstände die man so findet sich eigentlich fast alle an den Kämpferklassen orientiert. Bestimmt keine schlechte Idee, da die Kämpfer eh die Eckpfeiler der Gruppe sind. Für die übrigen Klassen sah es aber bisher eher dürftig aus. Ein "+1 Wand" für den Warlock und eine "Bloodcut Hide-Armor" für meinen Ranger. Der Rogue der Gruppe ist schon wieder leer ausgegangen, während der Paladin schon seinen vierten und der Fighter glaub seinen zweiten mag. Gegenstand hat.
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Loot!
Das wars. Meine bedauernswerte Schurkin Arsenique focht noch immer in ihrer Level 1-Ausstattung, während der blinkende Paladin der Truppe bereits drei magische Gegenstände am Mann führte! Warlock und Ranger waren ebenfalls mit einer magischen Waffe bzw. Rüstung ausgestattet und der Fighter des DM war auch versorgt. Die Geldkatze der Gruppe war noch mager wie ein räudiger Straßenstreuner. So ähnlich fühlte sich die Schurkin.

Unser DM versprach am Ende der Session 5, sich für die kommende Runde etwas einfallen zu lassen. Das hob meine Stimmung dann doch sehr und steigerte die Vorfreude auf die letzte Session in 2008.

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